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Wie weiß ist Günter Wallraff? |
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Von Stefanie Hirsbrunner Es ist seit Jahrzehnten seine Form des Journalismus. Der Journalist und Autor Günter Wallraff deckt seit über vierzig Jahren in unterschiedlichen Kostümen Missstände der deutschen Gesellschaft auf. Er war als türkischer Arbeiter auf dem Bau, als Reporter bei der Bild-Zeitung oder als Obdachloser unterwegs. Der gebürtige Rheinländer steckte hierfür teils heftige Kritik ein und wurde mehrfach auch verklagt, entfachte jedoch jedes Mal auch eine öffentliche, nicht selten hitzige Diskussion. Und eben das ist das eigentliche Ziel seiner Reportagen: Wallraff polarisiert und provoziert, um denjenigen in unserer Gesellschaft Aufmerksamkeit zu verschaffen, deren Stimmen ohne ihn nicht gehört würden. Mit seiner neuesten Under-Cover-Aktion jedoch könnte man meinen, Wallraff hätte ein für ihn neues Ziel verfolgt. Zwar dachte er, er könne das rassistische Denken der Deutschen aufdecken, indem er sich alle sichtbaren Körperstellen dunkel einsprühen ließ und so als „Schwarzer“ ein Jahr lang durch die Lande reiste. Was er jedoch stattdessen in seinem am 15. Oktober im ZEITmagazin erschienenen Bericht enthüllt, ist vor allem sein eigener Rassismus, der im Gegensatz zu den von ihm beschriebenen Szenen wirklich alltäglich ist. Alltagsrassismus, um dessen Aufdeckung es Günter Wallraff nach eigenen Angaben ja geht, hat nichts mit prügelnden Neonazis, brennenden Asylheimen oder sonstiger Form offen zu Tage getragener Gewalt zu tun. Ebenso falsch ist es anzunehmen, Alltagsrassismus wende sich lediglich gegen AusländerInnen... Foto: X-Verleih Bitte lesen Sie den vollständigen Artikel in der Printausgabe von Africa Positive Nr. 36
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Last Updated ( Friday, 05 February 2010 14:58 )
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