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Kunst in Afrika
Das 2. Afro-Ruhr-Festival Print E-mail

 

Das große Afrika-Fest lockte am ersten Juli-Wochenende mehr als tausend Besucher und Besucherinnen in den Dortmunder Fredenbaumpark und bot ein reichhaltiges Kultur- und Informationsangebot für Jung und Alt.

Last Updated ( Tuesday, 12 July 2011 08:50 )
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Afrikanisches Feeling trotzt dem Regen Print E-mail

 

 

Das 1. Afro-Ruhr Festival hat am vergangenen Samstag, dem 12. Juni 2010, im Dortmunder Westfalenpark seine Premiere gefeiert.

Trotz anhaltenden Regens wurde gut gelaunt musiziert, getanzt und angeregt miteinander diskutiert. Aufgrund des schlechten Wetters mussten zwar einige Mitmach-Aktionen ausfallen - so konnte etwa das Fußballturnier nicht in seiner vorgesehenen Form durchgeführt werden - aber trotzdem fühlten sich die Besucher des Festivals insgesamt gut unterhalten und genossen das entspannte und friedliche "Afrika-Feeling" im Dortmunder Westfalenpark.

Unter dem Sonnensegel traten die Stars des Abends auf: Manou Gallo und Marie Daulne von Zap Mama verzauberten am Abend das Publikum mit einer modernen Interpretation afrikanischer Musikkultur.

Der afrikanische Basar bot von Schmuck über Kunst, Instrumente und Kleider bis hin zu den verschiedenen kulinarischen Genüsse aus verschiedenen afrikanischen Ländern, wie zum Beispiel Südafrika, Senegal, Gambia, Kongo und Kamerun, einen Einblick in die Vielfalt afrikanischer  Kreativität und Lebenswelt. Im Literaturzelt wurden Autorenlesungen gehalten und interessierte Leser hatten im Anschluss Gelegenheit, mit den Autoren persönlich zu reden. Ergänzt wurde das Literaturangebot durch einen kleinen afrikanischen Buchladen.

PodiumsdiskussionBei der Podiumsdiskussion auf der Bühne unter dem Sonnensegel wurde mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft angeregt über das Thema der Entwicklungszusammenarbeit diskutiert. Gerald Baars, Studioleiter des WDR, moderierte die Runde, an der folgende Teilnehmer beteiligt waren: Günter Nooke, Afrika-Beauftragter der Bundeskanzlerin, Birgit Virnich, Journalistin und langjährige Afrika-Korrespondentin der ARD sowie Kennedy Tumenta, dem Initiator der African Business Information Bank (AfricanBIB).

Ein wichtiges Fazit der Diskussion war die Feststellung, dass man die afrikanischen Länder endlich als gleichberechtigte Wirtschaftspartner wahrnehmen sollte.  Die Teilnehmer der afrikanischen Vereine und Eine-Welt-Initiativen aus ganz NRW, die im Rahmen des 1. Afro-Ruhr Festivals getagt haben, nutzen die Gelegenheit, um Ihre Sichtweise auf die aktuelle Zusammenarbeit zwischen deutschen NGOs, der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und anderen sowie die afrikanische Diaspora im Allgemeinen darzustellen.

Es gab viele Stimmen mit dem Tenor, dass die Potentiale der Afrikaner von derdeutschen Politik und Wirtschaft nicht ernst genommen werden. Die Journalistin Birgit Virnich zeigte am Beispiel Chinas, dass der Schwerpunkt der Zusammenarbeit mehr wirtschaftlicher Art als nur reine Hilfe sein sollte. Herr Kennedy Tumenta berichtete ausgehend von seinen persönlichen ErfahrungenKinderprogramm, dass Afrikaner selten als Berater bei Afrika-Projekten eingebunden werden. Die Zusammenarbeit könne aber nur erfolgreich sein, wenn die afrikanische Diaspora eine Brückenfunktion zwischen Deutschland und den Nationen Afrikas einnimmt. 

Auf den beiden Bühnen, dem großen Sonnensegel sowie der Bühne auf der großen Festwiese, wurde für Ohren und Augen ein Programm geboten, dem man wegen seiner guten Qualität noch mehr Zuschauer gewünscht hätte: Ibrahima Ndiaye entführte Eltern und Kinder auf eine Märchenreise nach Afrika, die Kinder der Opera School boten eine überzeugende und zauberhafte Vorführung mit Liedern und fantasievoll inszenierten Szenen. Nicht zuletzt konnten auch die Live-Bands voll überzeugen:

Last Updated ( Wednesday, 16 June 2010 18:57 )
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Das Festspielhaus in Afrika ¬ - Entwicklungshilfe für Europa. Print E-mail

Wenn im Januar 2010 im westafrikanischen Burkina Faso der Grundstein für das „Festspielhaus in Afrika“ gelegt wird, dann verwirklicht damit Regisseur Christoph Schlingensief eine Idee, die man auf den ersten Verdacht hin entweder als bloße kalkulierte Provokation oder als weltfremdes Entwicklungshilfeprojekt einschätzen mag.  Man erinnert sich vielleicht an Schlingensiefs Parsifal-Inszenierung  am Bayreuther Festspielhaus und assoziiert reflexhaft, dass der schwerkranke Künstler in Fitzcarraldo-Manier wohlmöglich ein europäisches Opernhaus in einem scheinbar kulturellen Niemandsland des afrikanischen Kontinents plant, um seiner Person und seinem Schaffen ein gleichermaßen kontroverses Denkmal zu setzen.

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