|
Initiativen
|
Modell auf Bildungsmission: Veye Tatah im Gespräch mit Noella Coursaris Musunka |
|
|
|
Afirca Positive: "Noella, Ihre verschiedenen Aktivitäten zielen darauf ab, die Stellung und die Rechte der Frauen und Mädchen in der Demokratischen Republik Kongo zu stärken. Welches sind denn Ihre Strategien dafür, um mehr Frauen die politische Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen?" Noella: "Nein, ich bin keine Politikerin und strebe das auch nicht an. Doch ich finde es eine großartige Sache, diesen Weg zukünftig anderen Frauen möglich zu machen und ihnen in der DR Kongo eine Stimme zu verleihen. Sie müssen heute eine sehr gute Bildung genießen, um morgen als politische Führerinnen aktiv werden zu können." Africa Positive: "Denken Sie, die afirkanischen Nationen brauchen für die Lösung der kommenden Probleme mehr Präsidentinnen als Präsidenten?" Noella: "Frauen oder Männer, wir benötigen im allgemeinen einfach bessere Führungskräfte…"
Das vollständige Interview und eine Vorstellung von Noella Coursaris Musunkas Projekten lesen Sie bitte in der Printausgabe von Africa Positive Nr. 40 |
|
Last Updated ( Tuesday, 15 February 2011 12:05 )
|
|
|
Dagaa mit Ugali und Kisamvu! |
|
|
Schülerinnengruppe der Fachakademie Hauswirtschaft aus Würzburg im Sommer in der tansanischen Partnerstadt Mwanza zu Gast Als erstes traditionelles tansanisches Gericht stellt Joyce Kinabo den neun Würzburger Absolventen der Klara-Oppenheimer-Schule diese Fischmahlzeit vor. Die Fachlehrerin für Hauswirtschaft am Berufsschulzentrum VETA in Mwanza hatte zuvor den Lehrplan und die Hygienevorschriften Tansanias durchgenommen. „Das haben wir ja auch gelernt“, staunten die 20- bis 22-jährigen jungen Frauen. Auch bekannte Fachbegriffe wie „Bechamel“ und „Consommé“ fielen dabei. Sobald Joyce kurz herausgerufen wurde, kam lachendes Gemurmel auf: Die deutschen und tansanischen Schülerinnen hatten sich schon angefreundet. Das klang wie in jeder Klasse, wenn gerade mal der Lehrer abwesend ist. Anschließend wurde das Rezept gleich in der Küche des dazugehörigen Restaurants zubereitet. Die mit kleinen Sardinen vergleichbaren Fischchen sind eine beliebte und nährstoffreiche Kost in der Region rund um den Viktoriasee. Und gar Ugali: Davon schwärmt jeder Tansanier in der Fremde, weil es von Kind auf das Grundnahrungsmittel bei den beiden warmen Mahlzeiten am Tag ist: ein fester Brei aus Maismehl. Das großblättrige Kisamvu-Gemüse ähnelt unserem Mangold. Damit auch das Essen selber zünftig vor sich geht, gab es eine Kurzdemonstration: Zwei Schülerinnen setzten sich auf einen Teppich und aßen die Mahlzeit mit der - natürlich vorher gewaschenen - rechten Hand. Das Essen mit den Fingern war für die Deutschen eine neue Erfahrung: „Eigentlich schmeckt man es so besser“, meinte Katharina. Abgeschlossen wurde die Mahlzeit mit der Bananensuppe Mtori, einer Kraftnahrung für stillende Mütter. Das schmeckte offenbar aber auch sonst, die Teller gingen alle leer zurück. |
|
Last Updated ( Tuesday, 01 February 2011 09:39 )
|
|
Read more...
|
|
Gegen den alltäglichen Rassismus |
|
|
|
Der Münchner Stadtrat hat im November 2008 beschlossen, der „Europäischen Städte-Koalition gegen Rassismus“ beizutreten. Bereits 2005 hat München die „Charta zum Schutz der Menschenrechte in der Stadt“ unterzeichnet. Weder mit einer Unterzeichnung einer Charta noch mit einem Beitritt allein ist dem alltäglichen Rassismus Einhalt geboten, sind Diskriminierungen beendet.
Einen wichtigen Beitrag, um Rassismus und Diskriminierung zu begegnen, leisten Sie als pädagogisch Tätige an den Kindertageseinrichtungen und Schulen. Diese Arbeit ist nicht einfach, bedarf der permanenten Sensibilisierung, des Hinschauens, des Mutes und der Zivilcourage. „Rassistische Äußerungen jeglicher Art sind verwerflich und verstoßen gegen geltendes Recht“ – dieses Zitat aus einem Schreiben des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom September 2008 ist nur zu unterstreichen. Gegen rassistische und diskriminierende Äußerungen jeder Art sofort entschieden und aufklärend vorzugehen ist unser aller Aufgabe.
So ist beispielsweise die Bezeichnung „Neger“ eindeutig rassistisch und darf keinesfalls in Kindertagesstätten und Schulen – auch nirgendwo sonst – geduldet werden. Treten Sie solchen Äußerungen klar entgegen. Auch in München sind Menschen mit dunkler Hautfarbe häufiger von Diskriminierungen betroffen - schwarze Kinder und Jugendliche in besonderem Maße, sie bedürfen unserer pädagogischen Aufmerksamkeit. Kindertageseinrichtungen und Schulen sind ein Abbild unserer Gesellschaft im Kleinen. Wenn diskriminierende und verletzende Äußerungen wie das N-Wort bestehen dürfen, ohne dass deren diskriminierender Hintergrund von uns angesprochen wird, verfestigt sich bei Kindern und Jugendlichen, dass schwarze Menschen in unserer Gesellschaft diskriminiert werden dürfen. Rassismus pflanzt sich so von Generation zu Generation fort. Hier liegt unsere besondere Verantwortung. Es ist unser pädagogischer Auftrag, allen Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, sensibel für die Ausprägungen und Auswirkungen des Rassismus zu werden und dagegen anzukämpfen.
Unterstützung und Beratung ( neben den Beratungs- und Fortbildungsangeboten der staatlichen Stellen, des Pädagogischen Instituts des Schul- und Kultusreferats) finden Sie u.a.:
Antidiskriminierungsstelle der Landeshauptstadt München für Menschen mit Migrationshintergrund – AMIGRA (Burgstr. 4, Nähe Marienplatz)
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
Verband bi-nationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., Goethestr. 53, 80336 München
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
Besonders empfehlenswert: Das Theaterprojekt „KOSMOS BRD – Typisch deutsch ... oder doch besonders?!“, mit afrodeutschen Jugendlichen und jüngst ausgezeichnet mit dem Förderpreis Münchner Licht-blicke, greift das Thema künstlerisch auf. Das Stück erzählt von der anderen Sicht der Dinge, von den vielen Kleinigkeiten, die man als schwarzer Mensch täglich erlebt. In KOSMOS BRD wird von den jungen Akteuren sehr selbstbewusst und wach zum Perspektivwechsel aufgefordert. Erkenntnisgewinn garantiert! Kontakt für Schulvorstellungen: Sarah C. Bergh,
This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
Den „10-Punkte-Aktionsplan gegen Rassismus“ finden Sie unter http://www.menschenrechte.nuernberg.de
Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass in München Diskriminierung und Rassismus keinen Platz haben!
|
|
Last Updated ( Thursday, 25 June 2009 10:49 )
|
|
|
Die Bodenreform im Süden und Osten Afrikas |
|
|
Bodenreform ist ein heikles Thema. Ohne schnellere und vernüftige Lösungen könnte es zu Eskalationen kommen. Große Gebiete fruchtbaren Bodens in den südlichen und östlichen Ländern Schwarzafrikas befinden sich nach wie vor in den Händen weniger weißer Farmer, deren Vorfahren durch aggressive Landnahme oder, aus heutiger Sicht, durch rechtlich zweifelhaften Erwerb in den Besitz großer Ländereien gekommen sind. Für die Gesellschaften dieser Länder besteht bis heute das Problem, dass die bodenbezogenen Besitzverhältnisse zumindest teilweise die koloniale Politik der Verteilung von Farmland widerspiegeln. Roger Künkel, Präsident der Gesellschaft für Afrikanische Philosophie, und Jürgen Becker, Vorstandsmitglied der Deutsch-Namibischen Gesellschaft e.V., hatten hochkarätige Vertreter aus diesen Ländern und deutsche Experten in die Werkstatt der Kulturen (Berlin-Neukölln) zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen. Schon bald war deutlich geworden, dass bei der Frage "Wem gehört das Land?" individuelle Interessen und ethische Fragen wohl nur schwer auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sein würden. Roger Künkel brachte es zum Thema des Abends auf den Punkt: "Wir leben nicht in einer gerechten Welt, sondern auf zwei verschiedenen Niveaus. Starke Nationen werden noch stärker und schwächen die mehrheitlich schwachen Nationen immer weiter. Und deshalb bleibt die Frage: Wie gewinnen wir mehr Gerechtigkeit? Europas Wirtschaft kann die Gefühle vieler Afrikaner einfach nicht verstehen." Simbabwe leidet noch immer unter den "Altlasten" Ausgangspunkt der bis heute anhaltenden Problematik war das Jahr 1890, als die Europäer nach Afrika kamen und die Enteignung der Schwarzen von Grund und Boden vornahmen, so I.E. Lucia Muvingi, Botschafterin der Republik Simbabwe in Berlin. Im Zeitpunkt der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1980 hätten die weißen Farmer über mehr als 75 Prozent der qualitativ höherwertigen Ackerböden besessen. Deshalb habe die Regierung in der Landeshauptstadt Harare eine umfassende Bodenreform als eines ihrer wichtigsten politischen Ziele erklärt. Parallel dazu sei auf einer damals viel beachteten Konferenz die Bereitstellung eines millionenschweren Fonds unter maßgeblicher Beteiligung Großbritanniens und der Vereinigten Staaten vereinbart worden, mit dem Ziel, die Afrikaner wieder in ihre alten Rechte einzusetzen und die weißen Farmer zu entschädigen. Text: Bernd-Dieter Fridrich |
|
Maler ohne Hände |
|
|
Joel Acheampong ist 30 Jahre alt und wurde durch Polio zum Behinderten. Er hat keine Hände und keine Füße. Joel sitzt auf einem Rollstuhl. Sein Heimat ist Nyankyerenease, 7 km von Kejetia/Kumasie (Ghana). Sein jüngerer Bruder Ernest Nsiah und seine Freunde haben ihm bis heute durchs Leben geholfen. Sein Bruder kümmert sich fast um alles, von der Essenzubereitung bis zum Baden. Trotz seiner Behinderung hat er die Schule besucht. Laut seiner Angabe wurde während der Schulbesuches keine Rücksicht auf seiner Behinderung genommen. Da er mit dem Mund schreibt, ist er normalerweise beim Schreiben langsamer als die anderen. Aber während der Klausuren wurde ihm keine zusätzliche Zeit gewährt, was dazu führte, dass er die meisten Aufgaben nicht fertig lösen konnte. Trotzdem hat er es geschafft, die "High School" zu absolvieren. Er wollte noch weiter studieren, aber da er keine finanzielle Mittel hatte, musste er seinen Schulbesuch abbrechen. Joel Acheampong ist sehr begabt in Zeichnen und Malen. Da sein Bruder nicht ewig auf ihn aufpassen wird, muss er für seine Zukunft selber sorgen. Deswegen hat er sich entschlossen, seine Malerei ernsthafter zu betreiben. Zur Zeit malt er im „Art Center „ in Kumasi. Er würde lieber gerne ein eigenes Art-Studio haben, mit einer Schlafecke und einer Toilette. Aber es fehlt ihm das nötige Geld für die Miete und andere Materialien für seine Arbeit. AFRICA POSITIVE traf Joel in Kumasi und findet, dass Joel unsere Hilfe verdient. Es gibt Leute wie Joel, jemanden mit einem starken Willen, der für seinem Lebensunterhalt selber aufkommen möchte. Wer Joel Acheampong helfen möchte, möge bitte Kontakt mit uns aufnehmen. Text: AfP |
|
Last Updated ( Wednesday, 28 January 2009 08:56 )
|
|
|
|
|
|
Copyright © 2013 AFRICA-POSITIVE e.V.. All Rights Reserved.
|
|
|