Africa Institute for Media, Migration and Development (AIMAD)

Afrika Institut für Medien, Migration und Entwicklung




1- Vorstellung

 

Das „Africa Institute for Media, Migration And Development (AIMAD)” ist ein Bildung- und Forshungszentrum mit Sitz in Dortmund. Er beschäftigt sich mit der Fragestellung der Migration, Integration und Entwicklung in Nordrhein-Westfalen.

Die zusammenhängenden Fragen der Migration und nachhaltigen Entwicklung in Herkunftland ist ein Verbindendes Element, ein anderes ist Medien und Entwicklung und Medienentwicklungszusammenarbeit vor allem in Afrikanischen Ländern und anderen Entwicklungsländern In dem Sinne, Wie Medien deeskalienrend berichten können, wie Medien Demokratisieren können und Wie Medien zur Entwicklung beitragen können. Sofern möglich und inhaltlich sinnvoll, sollen diese Fragen untersucht werden.

2- Hintergrund

 

Africa Positive ist seit 20 Jahren Träger verschiedener Projekte im Bereich Entwicklungspolitik, Integrations- und Bildungsarbeit sowie zahlreicher interkultureller Aktivitäten in Dortmund und Umgebung. Der Verein selbst ist multiethnisch mit afrikanischen und deutschen Mitgliedern sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern aus verschiedenen Nationen. Einer der Arbeitsschwerpunkte des Vereins liegt in der Verbreitung von Informationen, die zum Abbau von Vorurteilen und Rassismus in der Gesellschaft beitragen. Africa Positive leistet dies mit der Herausgabe des vierteljährlichen Magazins AFRICA POSITIVE, das in allen deutschsprachigen Ländern gelesen wird.
Zum einen soll ein alternatives Bild der gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Vorgänge des afrikanischen Kontinentes und des Lebens der afrikanischen Diaspora vermittelt werden. Zum anderen sollen den in Deutschland aufwachsenden Kindern zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zum Abbau von erlernten und anerzogenen Minderwertigkeits-komplexen positive afrikanische Vorbilder nähergebracht werden.

Die Integrationsangebote des Vereins zielen darauf ab, die prekäre Lebenssituation von afrikanischen Familien in Dortmund und Umgebung zu verbessern. Die Lebensperspektive der heranwachsenden Jugendlichen afrikanischer Herkunft kann nur durch eine gezielte Förderung zur Verwirklichung der Bildungschancen erreicht werden.

Africa Positive e.V. arbeitet bereits seit einigen Jahren und in diversen wissenschaftlichen Projekten mit Partnern an deutschen Universitäten sowie Medienhäusern. Kooperationen gibt es mit dem Erich Brost-Institut für Journalismus der TU Dortmund, dem Institut für Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der Deutschen Welle und der Deutschen Welle-Akademie.

Die langjährigen Erfahrungen des Vereines bilden eine sehr gute Basis, um die bereits bestehenden Strukturen und Synergien für die Gründung des Institutes einzusetzen. Durch die Einrichtung des Institutes sollen die wachsenden Aufgabenbereiche klar getrennt und strukturiert werden. Die Tätigkeiten in den Bereichen Soziales und Bildung sollen als Hauptaufgaben weiterhin vom Verein Africa Positive e.V. durchgeführt werden, die wissenschaftlichen Themenschwerpunkte Medienarbeit, Migrations- und Integrationsfragen sowie ICT für nachhaltige Entwicklung sollen in bei dem Institut eingesiedelt werden.

3- Darstellung

 

Die Globalisierung beeinflusst die Entwicklung der Welt und damit der Menschen aus unterschiedlichsten Gründen und auf vielfältigste Weise. Die aktuelle „Flüchtlingskrise“ kann als Symptom gesehen werden für Entwicklungen, die in den nächsten Jahren entstehen könnten. Vor diesem Hintergrund sollen aus einem interdisziplinären Ansatz heraus Forschungsaktivitäten und Untersuchungen durchgeführt werden, die diese Entwicklungen verstehbar machen, beschreiben und ggfls. beeinflussen.

Eine Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge geht davon aus, dass bis 2015 mehr als 18 Mio. Afrikaner ihr Herkunftsland verlassen. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass sich auf Grund der Altersstruktur der Bevölkerung der Migrationsdruck („Zwangsmigration“ bzw. „Hoffnungsmigration“) in vielen afrikanischen Ländern drastisch erhöhen wird. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Bevölkerung Afrikas zwischen 2015 und 2050 etwa verdoppeln wird, während gleichzeitig die Bevölkerung Europas schrumpft.

Vor diesem Hintergrund spielen die Medien eine zentrale Rolle, die mittelbar und unmittelbar politische Prozesse in den Ländern Afrikas, aber auch Migrationsbewegungen und wirtschaftliche Entwicklungen beeinflussen. Beobachtung und Untersuchung der Migrationsbewegungen innerhalb und außerhalb Afrikas, aber auch das Leben der afrikanischen Diaspora in den Gastländern und deren Beiträge zur Entwicklung in den Heimatländern sind Voraussetzung für ein Verständnis dieser Entwicklungen.

4- Fragestellung

 

Beispielhaft seien einige der zu untersuchenden Fragen genannt: Welches sind die Ursachen der Binnenmigration aus ländlichen Gebieten in die Städte? Wie wirken sich die transnationale und transkontinentale Migration auf die wirtschaftliche Entwicklung aus? Welche Auswirkungen hat die Unterstützung durch die Diaspora auf die Wirtschaft der Heimatländer? Bremsen diese Gelder Aktivitäten der Regierungen oder tragen Sie zur Entwicklung bei? Was sind die möglische Unterstützungswege seitens des Heitmatländer und der Gastländer?

5- Afrika als Forschungsthema

 

Ausgehend von der Tatsache, dass Afrika im Jahr 2050 die weltweit jüngste Bevölkerung haben wird, sind Lösungsansätze für den Einsatz der Informationstechnologie und Digitalisierung zu suchen, um nachhaltige Perspektiven für die Jugendlichen in den Länder Afrikas vor Ort zu schaffen. Vor dem beruflichen Hintergrund der im Institut handelnden Personen soll untersucht werden, ob aus den Erfahrungen des Strukturwandels in Dortmund Schlüsse für die wirtschaftliche Entwicklung in afrikanischen Regionen gezogen werden können.

Das Africa Institute for Media, Migration and Development AIMAD strebt eine enge Zusammenarbeit mit afrikanischen und deutschen Forschungsinstituten an, um anhand der unterschiedlichen interkulturellen Perspektiven und Blickwinkel gemeinsame Lösungsansätze für diese Aufgabenfelder zu erarbeiten.
In diesem Arbeitsfeld erstellt AIMAD

  • Analysen
  • Studien und erarbeitet
  • Erfahrungsberichte
  • Konzepte

für eine nachhaltige Entwicklung in Bezug auf Medien in einem globalen Kontext, Migration und der Integration. Wie kann sichergestellt werden, dass diese Themen zu Rechtsstaatlichkeit und Partizipation in Afrika beitragen, wie kann „Good Governance“ erreicht werden? Themen sind u.a. Rolle der sozialen Medien, der klassischen Presse wie TV, Radio und Zeitungen, in Trainingsmodulen für Ausbildungsgänge, in Forschung, in lokalen Partnerschaften, in Kultur, Umwelt, Migration, Menschenrechte und Nachhaltigkeit unter der Grundvoraussetzung von Frieden und Entwicklungen in den Ländern Afrikas.

6- Themenbereiche und Fragestellungen

 

7- Struktur des Institutes

 

AIMAD soll innerhalb des Vereins „Africa Positive“ als eigene Abteilung eingerichtet werden (s. Anlage).

Organigramm 1 

 

 

8- Forschungsschwerpunkte

 

Interkulturelle Medienarbeit im Kontext des „Eine-Welt-Gedanken“ zur nachhaltigen Entwicklung

AIMAD möchte im Bereich der Informationsbeschaffung und Informationsverarbeitung Lösungsansätze anbieten, um Fragen zur Globalisierung zu stellen sowie Fakten bezüglich der soziokulturellen Vielfalt in unserer Einen Welt erkennen und richtig beurteilen zu können. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit der Darstellung lokaler Sichtweisen bzw. realitätsnaher medialer Interpretationen. Damit wird eine kritische Auseinandersetzung mit entwicklungspolitischen Themen gefördert, was anhand von Leitbildern der nachhaltigen Entwicklung zur Analyse und Bewertung des Globalisierungs- und Entwicklungsprozesses führt.
Die Rolle eines Journalismus, der dies einfühlsam und wahrheitsgetreu mitverfolgt und kommentiert, ist daher das Ziel. Nur ausgewogene Berichterstattung über afrikanische Migration und deren Auswirkungen auf die europäischen Staaten kann Fehlentwicklungen vorbeugen. Wie behandeln afrikanische Medien die zunehmende Flucht der Jugendlichen vom Kontinent?

Migrationsfragen und Integration der afrikanischen Migranten in der Diaspora

Seit einigen Jahren steigt in Deutschland die Zahl der Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern. Die Gründe von Flucht sind Kriege, politische Verfolgung und Willkür, ökologische und wirtschaftliche Krisen bzw. Notlagen, Perspektivlosigkeit und Armut.

Es ist dringend notwendig, zu einem besseren Verständnis dieser Faktoren zu kommen und in wieweit sie die Auswanderung wie auch den Status der afrikanischen Migranten in der Diaspora direkt oder indirekt beeinflussen. Diese Einflüsse haben Auswirkungen auf die Heimatländer und auf die Einwanderungsländer. Diese sind zahlreich, sowohl auf sozialer, wirtschaftlicher und politischer Basis. Wie also kann man die bestehenden Fakten so nutzen, das die Lebensbedingungen afrikanischer Migranten letztlich nicht verschlimmert, sondern verbessert werden?

9- Beirat des Institutes

 

  • Prof. Dr. Susanne Fengler, Journalistik, TU Dortmund
  • Prof. Dr. Markus Behmer, Institut für Kommunikationswissenschaften, Bamberg
  • Dr. Marie Rodet, Senior Lecturer in the History of Africa, SOAS University of London
  • Daniel Karrenberg, Chief Scientist, RIPE Network Coordination Center, Amsterdam
  • Prof. Dr. Etienne Fopa, Kommunikation, Frieden und Entwicklung, University Yaounde/ Kamerun
  • Prof. em. Dr. Maria Groß-Ngate, Afrikanistik, Indiana University, USA/Deutschland; Vorsitzende, African Studies Association, USA
  • Prof. em. Dr. Karen Tranberg-Hansen, Afrikanistik, Northwestern University, USA
  • Claus Stäcker, Journalist, Deutsche Welle
  • Eric Chinje, Africa Media Initiative, Kenya / Washington
  • Guido Baranowski, Vorsitzender der Geschäftsführung, Technologie Zentrum Dortmund GmbH